Cybercrime

Aktuelle News zur Computerkriminalität

Informationen können mit Hilfe des Internet in Bruchteilen von Sekunden weltweit übertragen werden. Diese Technik kann einerseits gewinnbringend zum Informations- und Meinungsaustausch, zur Abwicklung von geschäftlichen Transaktionen oder auch zur Steuerung von Industrieanlagen genutzt werden. Andererseits ermöglicht sie es aber auch Straftäterinnen und Straftätern, ihre Taten von jedem Punkt der Welt aus zu begehen. Die Folgen können im gleichen Land, einem anderen Kontinent oder sogar weltweit gleichzeitig auftreten.

Für traditionelle transnationale Delikte besteht zumindest die grundsätzliche Möglichkeit, an den Außengrenzen eines Landes oder einer Region stichprobenartig Gegenstände zu überprüfen. Die Ein-, Aus- bzw. Durchfuhr kann dann gegebenenfalls verhindert werden. In Bezug auf Daten ist ein solches Vorgehen nicht realisierbar. Daher ist es notwendig, alternative Möglichkeiten der Kontrolle und Verfolgung von Computerstraftaten zu finden.

Eine derartige Strategie lässt sich aber nicht mehr von einzelnen Staaten umsetzen, sondern erfordert gemeinsame Anstrengungen aller Länder. Trans- und internationale Datendelikte stellen daher im 21. Jahrhundert eine der größten Herausforderungen sowohl für das nationale als auch das internationale (Straf-) Recht dar.

Aufgrund der eingeschränkten Entdeckungs- und Verfolgungsmöglichkeiten sowie der Option, jederzeit schnell und weltweit vernetzt zu reagieren, wird die Begehung von computergestützten Straftaten auch in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Cybercrime zieht dabei nicht nur findige Einzeltäter an, die bewusst rechtliche und technische Schwierigkeiten bei der Verfolgung und Ahnung ausnutzen. Vielmehr sind zunehmend organisierte Gruppierungen zu beobachten, die solche Taten arbeitsteilig, zum Teil auch über Landesgrenzen hinweg begehen.

Mit den Gefahren sowie möglichen rechtlichen Lösungsansätzen hat sich Dr. Brunst im Rahmen verschiedener Projekte und Publikationen auseinandergesetzt.